Bibliothek
Geschichte und Bestand
Die Bibliothek des Orient-Instituts Beirut versteht sich als Forschungsbibliothek. Ziel der Akquisition ist zum einen, kontinuierlich Bücher anzuschaffen, die ein weit gefasstes Themenspektrum abdecken. Diese Vielfalt hat sich in den nunmehr über 40 Jahren, in denen das Institut bereits besteht, herausgebildet. Zum anderen wird der Bedarf der vor Ort arbeitenden Wissenschaftler/innen an themenspezifischer Literatur gedeckt. Die Literatur wird in den wichtigsten westlichen Sprachen sowie Arabisch, punktuell auch Persisch und Türkisch, gesammelt.
Die Bibliothek ist stark von einem Interesse an klassischen Islamstudien – und hier wiederum dem sunnitischen Islam - geprägt. Dies spiegelt sich in der umfassenden Sammlung von Texten und Monographien zu Koran, Hadith, islamischer Theologie, Recht, Philosophie, Kunstgeschichte, Mystizismus und der Geschichte der islamischen Länder wieder. Weiterhin existieren gute Bestände zu den Themenbereichen Naturwissenschaft, Kunst, Geographie sowie eine beeindruckende Sammlung von Reiseberichten.
Nicht zuletzt auf Grund der großen Bedeutung, die die Schia für den Libanon besitzt, wuchs der Bestand an Werken zum schiitischen Islam immer mehr an. Das Gleiche gilt natürlich für die Thematik des orientalischen Christentums.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet von jeher die arabische Literatur, was auch die intensive Beschäftigung der deutschen Orientalistik mit diesem Thema illustriert. Das Bestreben, auch zeitgenössische Autoren/innen in der Bibliothek vertreten sein zu lassen, findet seinen deutlichen Ausdruck in den Beständen des Orient Instituts. Mit Blick auf Regionalstudien ist die Bibliothek stets bestrebt gewesen – und ist dies auch heute noch – seinem Standort gerecht zu werden. Der Libanon ist durch die Repräsentation des literarischen Schaffens libanesischer Autoren/innen in vielen Themengebieten sehr gut vertreten. Auch auf die Nachbarländer wird besonderes Augenmerk gelegt. Hervorgehoben werden sollen auch die Bestände zur semitischen Philologie. Unter anderem finden Akkadisch, Aramäisch und verschiedene äthiopische Dialekte einen prominenten Platz in der Bibliothek.
Dieses Bild wird weiter ergänzt durch den steigenden Bestand an Literatur aus angrenzenden Fachbereichen: der Politikwissenschaft, Ethnologie oder auch Soziologie. Eine für die wissenschaftliche Arbeit ungemein reichhaltige Ressource stellen die Zeitschriften des Orient Instituts dar. Ein Bestand an 1.700 wissenschaftlichen Periodika aus den Bereichen Politik, Religion und Kultur sowie zahlreiche literarische Magazine des Nahen Ostens werden hier gepflegt. Im deutschen und internationalen Bibliothekswesen steht das Institut mit diesem seltenen und bemerkenswert vollständigen Zeitschriftenbestand sehr gut dar. Zusätzlich werden sechs Tageszeitungen sowie ein stetig wachsender Bestand an CDs und DVDs gesammelt.
Den Besuchern stehen derzeit vier PC-Arbeitsplätze zu Recherchezwecken zur Verfügung. Hier werden in naher Zukunft die dritte Auflage der Encyclopaedia of Islam und der Index Islamicus genutzt werden können.

Sollten Sie Ihre Interessen in den dargestellten Beständen nicht erkennen können, so verzagen Sie nicht. Schauen Sie bitte in unseren Katalog oder kontaktieren Sie uns .